Kunst-Focus

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Galerie KUB

mobil:  0173 / 3636794
oder 0170 / 7741236
E-Mail:
kontakt@galeriekub.de

Web:

www.galeriekub.de

Adresse

Kantstrasse 18
04275 Leipzig

Wir wünschen uns die Galerie als eine Plattform für junge Gegenwartskunst, als ein räumliches Netzwerk, in dem das spielerische Experimentieren mit verschiedenen künstlerischen Mitteln möglich wird. Kunst verstehen wir als eine immer gesellschaftlich ausgerichtete Vielheit von bewusstem und unbewusstem tun, als Verdichtung, Kontextualisierung und kritische Hinterfragung von Weltmaterial durch kreative Anstrengung, in deren Prozess sich auf subtile Weise gegenwärtige Problematiken, soziale und gesellschaftliche befindlichkeiten sowie kulturelle realitäten spiegeln. Daher erkennen wir nicht nur künstlerischer Produktion, als Seismograph reeller menschlicher um- und Zustände, sondern auch dem Vorgang der Rezeption, Wahrnehmung und künstlerisch vermittelten Erfahrung einen unbedingt politischen Stellenwert zu.

Uns interessieren besonders intermediale Erweiterungen klassischer Gestaltungsformen: malerische, graphische und plastische Formen können sich mit textuellen, visuellen, filmischen, akustischen oder virtuellen Partikeln zu mehrdimensionalen komplexen verbinden, die der Vielseitigkeit moderner Wahrnehmungsweisen entsprechen.

Durch diese Verknüpfungen, Mischungen und zusammenschnitte verschiedener Realitätselemente soll die Galerie zu einem Ort der Auseinandersetzung mit progressiver Kultur werden. Unter progressiver Kultur möchten wir alles verstehen, was dem Begehren nach emotionaler, politischer und künstlerischer Befreiung entgegenkommt sowie sozial und kommunikativ orientiert ist. in laufenden theoretischen Diskussionen beschäftigen wir uns kritisch mit der gesellschaftlichen Funktion künstlerischer ausstellungsorte (Museen, Galerien), ihrer machtvollen und häufig ausschließenden Wirkung auf Kunstschaffende und Kunstwerke. Die allzu oft unreflektiert bleibende, fragwürdige Definitionsgewalt traditioneller Ausstellungsorte suchen wir durch die kollektive und selbstkritische Erarbeitung von Ausstellungen und Werkpräsentationen zu beleuchten.

Eine Galerie muss etwas anderes sein als ein privatwirtschaftlicher Umschlagplatz momentaner Aneignungsräusche, sie muss aufhören, als ein Ort kunstgeschichtlicher Ideologieproduktion zu fungieren. Sie kann mehr sein als ein Lagerraum von farbigen vertikalen und affirmativer Buntheit. Kann sie zu einer aufregenden Passage durch Erfahrungsschichten des urbanen Raumes werden?

Aktuelle Ausstellung

Kollektiver Kreativismus - Aktionskunst in der DDR
11. September 15 Uhr

Kollektiver Kreativismus - Aktionskunst in der DDR ist der Start zu einer umfänglichen Auseinandersetzung mit Aktions- und Performancekunst in der DDR - im Speziellen der 1980er und 1990er Jahre, einer Zeit, in der Künstlerfirst Baselitz alle in der DDR verbliebenen Künstler als ?Arschlöcher? bezeichnete. In diesem Jahr werden Protagonisten aus Leipzig im Mittelpunkt stehen. Ausgangspunkt sind verschiedene Archivaufnahmen (Sheila Reimann), die in einem Zeitungsprojekt (Carsten Busse) einer näheren Untersuchung unterzogen werden. Darüber hinaus werden Zeitzeugen und Protagonisten durch jetzt durchführte Interviews (Jens Pfuhler) zu Wort kommen. Darüber hinaus kann sich das Publikum auf eine Zeitreise durch die Stadt Leipzig und einige ihre damals wie heute markanten Punkte und Protagonisten begeben.

Das erste interdisziplinäre und "internationale" (Leipzig - Köln) Kunstfestival "dazwischen" fand bereits im Mai 1990 statt und wurde von der damaligen Galeristin Sheila Reimann, dem Künstler Andreas Hanske und Klubhausleiter (sic) Paul Fröhlich inszeniert.

Der Zeitpunkt für den ersten einführenden Teil in die Thematik, bevor wir uns im September 2012 weiteren Kollektiven und Einzelkünstler der DDR widmen, ist bewusst vor dem Performance Festival "Blauverschiebung" im Oktober (6.-9.10.) gewählt. So können zum Festival Performancekünstler in Echtzeit verfolgt werden und dabei wird das Publikum feststellen, wie innovativ und kreativ die Kunstszene vor mehr als 20 Jahren war und ist - und was das Potential dieser Kunstform ausmacht.

Quelle: www.galeriekub.de

 

 

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